Neues Kabel- und Rohrleitungsortungsgerät Sonel LKZ-2000 – Das fortschrittlichste Produkt seiner Klasse!

Unternehmen aus der Energie-, Telekommunikations- oder Bauindustrie stoßen häufig auf Probleme durch  verlegte Strom-, Gas- oder Wasserleitungen in der Erde. Netzbetreiber, Wasserversorger oder Dienstleister müssen daher wissen, wo sich die Rohre und Leitungen befinden, um bei Freilegungsarbeiten oder Reparaturen keine Schäden zu verursachen. SONEL bietet dazu den bereits bekannten und weit verbreiteten Sonel LKZ-1000 Locator an. Wir möchten ihnen nun das neue Modell aus unserer Produktreihe der Kabel- und Rohrleitungssuchgeräte – das Sonel LKZ 2000 vorstellen. Ein verbessertes und leistungsstärkeres Gerät, das sich unter erschwerten Bedingungen durch erhöhte Effizienz zum Vorgängermodel hervortut. Die stets einfache Bedienung sowie Bedienungshinweise zum Durchführen der Ortungen sind bei diesem Gerät als besondere Merkmale hervorzuheben.

Sonel LKZ-2000 locator has a large, legible LCD display.

Bild 1. Sonel LKZ-2000 mit großem LCD Display

Der Empfänger des „Locators“ (LKO-2000) ortet und verfolgt die Strecke der im Boden verlegten Leitungen und Rohre. Um einen großen Anwendungsbereich abzudecken, bietet der „Locator“ mehr als 70 verschiedene Frequenzen und 4 verschiedenen Modi (Power, Radio, Line, Probe) zur Auswahl. Der Hauptfokus liegt auf der  „noise“  Messung des Gerätes. Die gewählten Frequenzen werden automatisch gescannt und entsprechend der  momentanen Umgebung angezeigt. Nicht geeignete Frequenzen werden ausgegrenzt und nicht berücksichtigt. Um eine größtmögliche Messgenauigkeit zu erzielen, sollte eine Frequenz mit dem niedrigsten Rauschsignal gewählt werden. Eine visuelle und eine nummerische Pegelanzeige erleichtern hierzu die Wahl der richtigen Frequenz.

Der Sender des LKZ-2000 wurde entwickelt, um ein Signal direkt in das Objekt einzuspeisen. Diese können dann mithilfe des Empfängers (LKO-2000) erfasst werden. Wichtig ist hier die Möglichkeit, den Sender so einzustellen, dass eine der 70 definierten Frequenzen erfasst werden können.

„High power output“  ist eine weitere Funktion, die das Senden eines 12W Signales mit einer Frequenz von maximal 10 kH ermöglicht. Dies wird z.B. angewandt, um im Boden vergrabene Eisenrohre mit einem großen Durchmesser in sehr großer Entfernung zu lokalisieren. Angenommen, ein 300mm Eisenrohr liegt in 1,5m bis 2m Tiefe. Dann wäre das Lokator-System, wenn es auf 640Hz eingestellt ist, in der Lage das Rohr noch in 5km Entfernung zu orten. Eine Erhöhung der Frequenz auf 8 kHz würde die Entfernung um mehr als 1km verkürzen. Eine weitere Erhöhung der Frequenz auf 33kH würde eine Lokalisierung des Rohres auf eine Entfernung von ca. 1,5km ermöglichen.

Der „Line“  und der „Radio“ Modus basieren auf aktiven Signalen. Dabei ist zu betonen, dass aktive Signale durch den Sender in das Objekt eingespeist werden. Die wichtigsten Eigenschaften des „Line“ Modus sind: die galvanische Trennung und die Induktion durch Zangen, wobei direkt am Objekt angeschlossen werden muss, um den Strom in das Objekt einzuspeisen. Es sollte zusätzlich erwähnt werden, dass im „Radio“ Modus das Signal durch einen Sender, welcher sich in einem nichtmetallisches Rohr befinden muss, erzeugt wird.

Im „power“ Modus werden passive Signale verwendet, die es dem Empfänger ermöglichen stromführende Leitung von 50Hz/60Hz zu orten und zu verfolgen. Passive Signale spielen auch im „Radio“ Modus eine Rolle, da der Empfänger sowohl niederfrequente Radiowellen (VLF) empfangen als auch senden kann.

The complete locator Sonel LKZ-2000 kit consists of the transmitter and the receiver.

Bild 2. Das komplette System des LKZ-2000 bestehend aus dem Sender (LKN-2000)
und dem Empfänger (LKO-2000).

 

Empfänger

Der Empfänger im „Passive“ Modus (Power) verwendet Frequenzen von 50Hz, 100Hz, 450Hz/60Hz, 120 Hz und 540 Hz. Der „Passive“ Modus (Radio) arbeitet dagegen mit einem Band von 15 kHz bis 60 kHz. Die Arbeitsfrequenzen des „Active“ Modus mit Sender, sind 512 Hz, 3140 Hz, 8192 Hz, 32768 Hz und besonders wichtig 83.1 kHz. Die Antenneneinstellungen basieren auf Einzel-, Doppelspitzenwerten, Null und Gesamtfeld.

Der Messbereich im „Power“ Modus reicht bis in eine Tiefe von 3 m, im „Radio“ Modus – bis zu 2 m. Im „Active“ Modus mit Sender reicht die Messung bis in eine Tiefe von 4,6 m. Kommt die optionale Sonde im „Probe“ Modus zum Einsatz können Objekte bis in einer Tiefe von sogar 6 m erfasst und verfolgt werden.

Die Messgenauigkeiten des LKZ-2000 unterscheiden sich in die verschiedenen Messmodi wie folgt: Eine Abweichung der Tiefenmessung von 0,2m bis 4,5m im „Line“, oder „Probe“ Modus liegt innerhalb von 5%. Findet eine Tiefenmessung zwischen 4,6 und 6m im „Probe“ Modus statt, wird eine Ungenauigkeit von 10% nicht überschritten. Durch die Bluetooth-Schnittstelle ist es möglich, den Sender auch fernzusteuern bzw. wird durch die AUTO-off Funktion das Gerät vor unnötigem Stromverbrauch geschützt. Die Arbeitstemperaturen des Locators liegen im Bereich von 20°C bis 50°C. Mit dem Empfänger können auch Ortungen in geneigter Haltung durchgeführt werden, um nicht durch Hindernisse wie geparkte Autos und Gebäuden behindert zu werden.

Zur Auswahl der einzelnen Funktionen im entsprechenden Modus ist eine Tastatur am Gerät angebracht.

Sonel LKZ-2000 locator in operation.

Bild 3. Sonel LKZ-2000 Locator im Gebrauch

Sender

Das komplette System des Sonel LKZ-2000 Kabel- und Rohrleitungssuchgerätes enthält auch einen Sender, welcher mit Frequenzen von 512 Hz, 3140 Hz, 8192 Hz, 32768 Hz, 83.1 kHz und 20 kHz arbeitet. Die Ausgangsleistung kann in 5 Stufen geregelt werden, was eine maximale Leistung im „Induction“ Modus von 3W bedeutet. Bei galvanischer Trennung bei einer Impedanz des Objektes von beispielsweise 100Ω kann eine Leistung von 12W erreicht werden.

Optionales Zubehör

Das Ortungssystem Sonel LKZ-2000 kann zusätzlich mit 5 Zangen ausgestattet werden. Der „A-frame“ dient zur Erfassung von Leckströmen aus defekten Erdleitungen. Mit der „NAD-1“ Sonde (8 kHz, 33kHz, “schwimmende” Version) und der zugehörigen Sendeleitung auf einer Trommel aufgerollt können nicht metallische Objekte geortet und verfolgt werden. Ebenfalls ist eine externe Spannungsversorgungseinheit mit Batterien erhältlich. Die Verwendung der „BIK“ Sonde ermöglicht eine verbindungslose Kabelidentifikation.

 

A-frame enables the location of  the current leakage from a damaged underground cable.

Bild 4. „A-frame“ ermöglicht die Ortung von Leckströmen eines beschädigten Erdkabels

 

LKZ-2000 locator can be additionally equipped with transmitting cable.

Bild 5. Sonel LKZ-2000 mit optionaler Sonde: 30-, 50- oder 80 m

Zusammenfassung

Rückblickend auf den Sonel LKZ-2000 Locator sollte eine besondere Aufmerksamkeit auf die Auswahl des entsprechenden Lokalisierungsmodus gelegt werden. Das unverkennbare Merkmal dieses Modells, durch welches es sich von allen anderen Geräten am Markt abhebt, ist die Berücksichtigung/Analyse von Störeinflüssen während der Messung auf Baustellen. D.h. die entsprechende Frequenz wird an die Umgebungsbedingungen auf der Baustelle angepasst. Man vermeidet somit, dass falsch ausgewählte Frequenzen die Ortung oder Verfolgung verzögern und erschweren. Die Fernsteuerung des Senders vom Empfänger aus vereinfacht den gesamten Vorgang ganz erheblich.

Betont werden sollte, dass niedrige Frequenzen einen längeren Bereich als höhere haben. Höhere Frequenzen dagegen interagieren wesentlich einfacher mit Kabeln, jedoch aber auch mit solchen, die nicht als Zielobjekt gedacht waren.

Autor: 
Sonel